Verkehrsminister Detlef Tabbert hat heute die neue, modulare Fahrradabstellanlage in Holzbauweise am Bahnhof Wustermark eröffnet. Mit 174 neuen, komfortablen Stellplätzen, Abstellmöglichkeiten für Lastenräder und Kinderanhänger und modernen Doppelstockparkern bietet die Anlage Pendlerinnen und Pendlern ab sofort einen attraktiven Service für den Alltag und erleichtert den Umstieg vom Fahrrad auf den ÖPNV und umgekehrt.
Das Fahrradparkhaus Wustermark setzt in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe: Es verbindet den modularen Ansatz und eine innovative Holzbauweise mit Photovoltaikmodulen, LED-Beleuchtung, Videoüberwachung, digitalem Zugangssystem und begrüntem Umfeld.
Dafür wurde am Bahnhof Wustermark die alte Fahrradabstellanlage östlich der Zugangstreppe zurückgebaut und durch eine neue, modulare Fahrradabstellanlage ersetzt. Die westlich der Treppe gelegene Anlage wird mit Inbetriebnahme der neuen Modulanlage zunächst abgesperrt und teilweise modernisiert. Dort sollen 34 neue Hoch-Tief-Radeinsteller installiert werden, die die alten „Felgenkiller“ ersetzen. Die neue Anlage wurde nach dem Planungs- und Gestaltungskonzept des VBB entwickelt und trägt die Marke „VBB-RadPark“.
Das Vorhaben ist Teil des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ im Land Brandenburg, an dem 12 Kommunen mit 13 Bahnstationen beteiligt sind und in dessen Folge landesweit mehr als 2450 neue Fahrradabstellplätze entstehen. Es wurde gemeinsam von Bund, Land, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), infraVelo und der Gemeinde Wustermark umgesetzt.
Die Förderung des Fahrradparkhauses erfolgte durch
- das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes,
- die Richtlinie ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg,
- gesonderten Projektmitteln des Landes Brandenburg für das Pilotprojekt
sowie - das Land Berlin.
Insgesamt konnten so 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten in Höhe von rund 954.000 Euro gefördert werden. Die darüberhinausgehenden Kosten trägt die Gemeinde Wustermark mit Eigenmitteln.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte anlässlich der Eröffnung: „Abstellen und losfahren: Klimafreundliche Mobilität muss einfach und flexibel möglich sein. Dafür brauchen wir gute Lösungen in der Stadt und auf dem Land. Das Fahrradparkhaus in Wustermark verbindet moderne Technik mit hoher Nutzerfreundlichkeit – von gesicherten Bereichen über Sonderstellplätze bis zur integrierten Reparaturstation. Diese Infrastruktur macht das Umsteigen attraktiver und unterstützt eine nachhaltige Verkehrsgestaltung im Alltag.“
Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung: „Mit dem „VBB-RadPark“ setzen wir auch in Wustermark neue Maßstäbe für nachhaltige Mobilität. Die Kombination aus modularer Holzbauweise, Photovoltaik und innovativen Serviceangeboten macht das Fahrradparkhaus zu einem echten Vorbild für künftige Projekte. Unser Ziel ist es, eine komfortable, sichere und klimafreundliche Radinfrastruktur im ganzen Land zu etablieren.“
Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Diese Eröffnung ist mehr als nur die Freigabe einer neuen Anlage – sie steht symbolisch für eine Mobilität, die über Landesgrenzen hinweg gedacht und gestaltet wird. Brandenburg und Berlin zeigen damit, wie eng wir zusammenarbeiten, wenn es um kluge, klimafreundliche und alltagstaugliche Lösungen geht.“
Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB: „Mit dem Pilotprojekt Modulares Fahrradparken kommen wir auch 2026 weiter gut voran. Die Eröffnung des VBB-RadParks hier in Wustermark ist ein wichtiger Schritt, und mit der Fertigstellung von insgesamt neun Anlagen in diesem Jahr gehen wir konsequent weiter voran. Jeder neue VBB-RadPark bringt uns unserem Ziel näher, Rad und öffentlichen Nahverkehr noch besser zu verknüpfen und den Menschen in der Metropolregion ein modernes, nachhaltiges Mobilitätsangebot zu bieten."
Holger Schreiber, Bürgermeister der Gemeinde Wustermark: „Wustermark ist für viele Menschen ein wichtiger Pendlerstandort, daher ist eine moderne und attraktive Fahrradinfrastruktur am Bahnhof ein zentraler Baustein unserer Mobilitätsentwicklung. Mit den neuen Radabstellanlagen schaffen wir einen echten Mobilitätsschub für unseren Bahnhof und machen den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel deutlich komfortabler. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Fördermittelgebern, die großes Vertrauen in unsere Gemeinde für dieses Musterprojekt haben und uns dieses Projekt ermöglicht haben. Ohne diese Unterstützung wäre die Umsetzung in dieser Qualität nicht denkbar gewesen. Wir freuen uns sehr, mit diesem Vorhaben einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Mobilität und höheren Akzeptanz für die Fahrradnutzung in Wustermark zu gehen.“
Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „Knapp 400.000 Menschen pendeln täglich zwischen Berlin und Brandenburg. Gerade deshalb braucht es Infrastruktur, die zuverlässig über Ländergrenzen hinweg funktioniert. Unser digitales Zugangssystem ParkYourBike ist ein Schlüssel dafür. Bereits 15 Anlagen für gesichertes Fahrradparken in Berlin und Brandenburg setzen auf unser einheitliches System und über 4.700 Personen nutzen es bereits. ParkYourBike ist sicher, einfach und einheitlich – und setzt damit einen länderübergreifenden Standard für modernes, vernetztes Fahrradparken.“
Mit dem „VBB-RadPark“ in Wustermark wurde ein wichtiger Schritt zur Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr gemacht – weitere Projekte im Land Brandenburg sind bereits im Bau und werden bis Ende 2026 umgesetzt. Acht der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden zusätzlich mit Mitteln des Landes Berlin mitfinanziert. Außerdem wird das Berliner Zugangssystem „ParkYourBike“, das extra auf die Anforderungen des Landes Brandenburg angepasst wurde, an allen Brandenburger Radmodulanlagen zum Einsatz kommen.
Beschreibung Fahrradparkhaus Wustermark
Modulanlage Wustermark (östlich der Treppe) mit 174 neuen Fahrradstellplätzen
1) Sammelschließanlage mit 84 gesicherten Stellplätzen
- 84 gesicherte Stellplätze, davon 2 Module mit jeweils 40 Stellplätzen in Doppelstockparker und 4 Stellplätze an Anlehnbügel
- 8 Schließfächer je Modul
- Drehtür mit Zugangssicherung je Modul
- Kostenfreie Kennenlernphase für das Kurzzeitparken bis zum 30. 4. 2026
2) Sammelschließanlage mit 6 gesicherten Sonderstellplätzen
- 6 Stellplätze für Sonderfahrräder
- Schiebetor
3) frei zugängliche überdachte Anlage mit 84 Stellplätzen
- 72 Stellplätze in Doppelstockparker
- 12 Stellplätze in Hoch-/Tiefeinsteller
4) weitere Ausstattung der B+R-Anlage
- Dachkonstruktion bestehend vorwiegend aus Holz mit einem Stahlanteil
- Photovoltaik-Anlage
- LED-Beleuchtung
- Videoüberwachung
- Fahrradreparaturstation
- Infostele auf dem Vorplatz
- Infowand
- Beschriftung mit Logos und Schriftzug „RadPark“
5) Außenbereiche
- Begrünung (Rasen) der angrenzenden Flächen
- Entwässerung
6) alte Radabstellanlage
- Radabstellanlage wird für die neue Anlage zurückgebaut
Fahrradabstellanlage Wustermark (westlich der Treppe)
- 34 neue Hoch-Tief-Radeinsteller für die vorhandene Radabstellanlage auf der Westseite werden ausgetauscht




